
Germeringer Bogenschützen überzeugen bei der Deutschen Meisterschaft in Wiesbaden - Teil 2
Wiesbaden – Das sportliche Großereignis im hessischen Wiesbaden neigt sich dem Ende zu: Auch am dritten Wettkampftag trifft sich die nationale Elite an der Schützenlinie. Inmitten dieses hochklassigen Events, das mit einer tollen Atmosphäre und einer hervorragenden Organisation glänzt, treffen sich auch heute wieder die besten Schützen aus ganz Deutschland zum sportlichen Schlagabtausch.

Anfahrt mit Hindernissen
Am Sonntag sind die Routiniers mit dem Recurvebogen dran. Die Masterklassen männlich und weiblich Recurve. Zudem alle Blankbogenschützen. Rafal Iciek, der schon am Samstag anreist, hatte nach eigenen Angaben zunächst mit „organisatorischen Problemen“ zu kämpfen. Erst eine Anfahrt mit zwei Stunden Stau auf der Autobahn. Endlich im Hotel angekommen erfährt er, seine Reservierung wurde verbummelt. Keine Chance, das gebuchte Hotel ist komplett ausgebucht. „Ich habe dann das erste Zimmer genommen, das ich kriegen konnte“. Dann schnell zum Turnierplatz und er hat Glück und trifft seine beiden Vereinskameraden noch kurz vor deren Abreise an.
Am Tag darauf steht er pünktlich an der Schusslinie. In der Klasse Master männlich Recurve. Sie ist mit 70 Teilnehmern die weitaus stärkste an diesem Wettkampfwochenende. Nach zwei Durchgängen erzielt er 295 und 303 Ringe, was ihm mit einem Gesamtergebnis von 598 Ringen den 42. Platz im dicht gedrängten Teilnehmerfeld einbringt. „Ich kann es besser, aber ich bin zufrieden“, so seine kurzes Statement.
„Ich wusste gar nicht, dass es in Wiesbaden Papageien gibt“
Diese Aussage von Jens Sevecke hat natürlich nichts mit dem sportlichen Geschehen auf dem Turnierplatz zu tun. Dort hat es ihm die professionell anmutende Atmosphäre angetan. Auch er ist am Samstag angereist und genießt das Zusammensein mit Deutschlands Elite im Bogensport. Darunter auch Olympia-Teilnehmer. „Und ich bin dabei“, freut er sich.
Am Sonntag ist sein Debut bei einer Deutschen Meisterschaft. Für ihn der absolute Karrierehöhepunkt des zu Ende gehenden Sportjahres. „Ich fühle mich fast wie auf einer bayerischen Veranstaltung“, bemerkt er nachdem er auf seinen Nachbarscheiben viele bekannte bayerische Gesichter erkennt. Mit Serien von 283 und 293 Ringen erkämpft er sich ein Gesamtergebnis von 576 Ringen und sichert sich damit den 59. Rang.
Ab dem Sportjahr 2027 für den SC-U Germering
Sie ist bereits Mitglied bei den SC-UG Bogenschützen, darf aber erst in der kommenden Meisterschaftsrunde für den SC-UG starten. Eileen Seller, die Blankbogenspezialistin geht bei diesem nationalen Titelkampf ein letztes Mal für ihren Heimatverein SG Frohsinn Oberpfaffenhofen an den Start. In der Konkurrenz „Blankbogen Damen“ beweist sie auf der 50-Meter-Distanz erneut ihre Klasse. Nach 257 Ringen im ersten Durchgang steigert sie sich im zweiten Durchgang auf 283 Ringe. Mit einem Gesamtergebnis von 540 Ringen sichert sie sich den achten Platz und gehört damit zu den 10 besten Blankbogenschützinnen Deutschlands.

(BR/RK)



